Erste „verliert“ 3:3! – Trotzdem ein Bonuspunkt für die SG beim Titelanwärter!

TUS Langenholthausen 3:3(0:1) SG Serkenrode/Fretter

Vor dem Spiel hätte man ein Unentschieden sofort unterschrieben. Nach dem Spiel sah es zunächst anders aus, zu sehr überwog –zumindest direkt nach Abpfiff- die Enttäuschung ob des späten Ausgleichstores.

Doch schnell wich die Verärgerung aus den Köpfen der Spieler und die Freude über den 7. Punkt binnen einer Woche überwog für den Rest des Abends.

Das Spiel begann wie man es erwarten konnte. Der Gastgeber hatte die Ballkontrolle und versuchte, teils spielerisch – teils mit langen Bällen, die SG-Defensive zu knacken. Bis zur 20. Minute tat sich jedoch gar nichts vor dem SG-Gehäuse, dann klatschte ein strammer Schuss aus 20 Metern an die Latte. In der 33. Minute hatte man das Glück auf seiner Seite, als ein TUS-Stürmer im 16er elfmeterreif zu Fall gebracht wurde, die Pfeife des Schiris jedoch stumm blieb.

Auf der Gegenseite konnte sich Felix Schmidt-Holthöfer über rechts durchsetzen, seine flache Hereingabe fand aber keinen Abnehmer. Dann machte sich Christian Günther von der Mittellinie auf die Reise, sein Gegenspieler versuchte noch den Ball zu klären, traf dabei jedoch nur Christians Brustkorb. In Stürmermanier nahm er das Foul jedoch nicht an, was zwangsläufig die rote Karte für den TUS-Spieler nach sich gezogen hätte, sondern rannte frei aufs gegnerische Tor. Sein anschließender Heber über den Keeper landete knapp über der Torlatte (40.). Langenholthausen hatte ebenfalls bei zwei weiteren Situationen kein Abschlussglück.

Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten gab es noch einmal Freistoß 17 Meter vor dem gegnerischen Tor. Christian Günther ließ sich die Einladung nicht nehmen und jagte den Ball in den rechten Winkel (45.+2).

In der 2. Halbzeit rannte der Gastgeber nun wütend an und hatte wieder Pech mit einem Kopfball an den Pfosten (58.). Zudem rettete Felix Baier stark gegen einen TUS-Stürmer (63.) Entlastung gab es in dieser Phase des Spiels nur sporadisch. Nach 70 Minuten war es dann passiert. Kellermann schob nach einem Querpass vor dem Tor im Nachschuss ein. Nun rechneten sicherlich die Langenholthauser Zuschauer damit, dass das Spiel komplett zu ihren Gunsten gedreht werden würde. Doch mit Nichten. Direkt im Gegenzug wurde Christian Günther im 16er elfmeterreif am Torschuss gehindert, hier blieb die Pfeife vom Schiri, wie schon in der 1. Halbzeit auf der Gegenseite, stumm – ausgleichende Gerechtigkeit.

Auf einmal besonnen sich die SG-Spieler wieder auf ihre Offensivstärke und nach einem Konter über links und Querpass von Moritz Heimes stand Christian Günther plötzlich alleine vor dem TUS-Keeper. Den ersten Abschluss konnte der Torwart noch entschärfen, beim zweiten Versuch war er jedoch machtlos (78.). Nun setzte die SG weiter nach und nur drei Minuten später schien das Spiel entschieden. Ein starkes Zuspieler von Pawel Gralla hebelte die gesamte Abwehr der Gastgeber aus und Felix Schmidt-Holthöfer marschierte alleine auf den Torwart zu, umspielte ihn und schob zum 3:1 ein (81.).

Doch Langenholthausen gab sich nicht auf und kam mit einem Sonntagsschuss am Ostermontag auf 3:2 heran (86.). Als die dreiminütige Nachspielzeit schon fast abgelaufen war setzte sich der TUS nochmal über die linke Angriffsseite durch und konnte den Ball vors Tor bringen, in der Mitte scheiterte zunächst ein Stürmer an Felix Baier, wurschtelte den Ball aber im Nachsetzen irgendwie noch über die Linie.

Auch wenn das Zustandekommen des 3:3 aufgrund der Torfolge aus SG-Sicht höchst unglücklich war, muss man jedoch auch die Stärke des Gegners anerkennen, der über 90 Minuten sicherlich die bessere Mannschaft war.

Ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt, der am kommenden Sonntag endgültig mit weiteren drei Punkten gegen Schlusslicht Warstein perfekt gemacht werden soll.

Tore:

0:1 Christian Günther (45.+2), 1:1 Kellermann (70.), 1:2 Christian Günther (78.), 1:3 Felix Schmidt-Holthöfer (81.), 2:3 Fischer (86.), 3:3 Beutler (90.+3)

Kader:

Felix Baier, Stefan Tomek, Kevin Arens, Dennis Engelmann, Julian Reuter (76. Kilian Cremer), Pawel Gralla, Niklas Schmidt, (65. Philipp Schmidt-Holthöfer), Moritz Heimes, Felix Schmidt-Holthöfer, Christian Günther (87. Jan Hüttemeister), Matthias Schmidt-Holthöfer, Michael Hennes, Alex Sasse

0:1 Christian Günther

1:2 Christian Günther

1:3 Felix Schmidt-Holthöfer