Fußball-Bezirksliga 4

Patrick Plonka von Bezirksliga-Meister SV Brilon nahm die Auszeichnung als bester Spieler der Saison 2017/2018 beim Staffeltag in Empfang.

Patrick Plonka vom SV Brilon ist der „Spieler der Saison“

Thorsten Heinke 05.08.2018 – 21:32 Uhr – Copyright: Westfalenpost

Während sich seine Teamkollegen auf dem Sportplatz Bontkirchen „abstrampelten“, um im Kreispokal eine Runde weiter zu kommen, nutzte Patrick Plonka von Bezirksliga-Meister SV Brilon den ihm von Trainer Stefan Fröhlich freigestellten Abend, um die Auszeichnung als bester Spieler der abgelaufenen Saison in der „Bundesliga des Sauerlandes“ entgegen zu nehmen.

Neben Plonka waren die Vertreter aller 16 Vereine zum Bezirksliga-Staffeltag ins Casino der Sparkasse Hochsauerland nach Brilon gekommen. Als Ehrengast konnte Staffelleiter Dirk Potthöfer FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski begrüßen (siehe Zweittext dazu).

Aber nicht nur Patrick Plonka erhielt eine Auszeichnung. Als bester Torschütze der Spielzeit 2017/18 wurde Felix Schmidt-Holthöfer aus den
Händen von Charly Grote (TuS Langenholthausen) die „Torjägerkanone“ für seine 25 erzielten Treffer verliehen. Zudem bekam Schmidt-Holthöfer eine Fahrt für zwei Personen zu einem Bundesliga-Heimspiel des FC Schalke 04 sowie einen Gutschein für ein Frühstück für zwei Personen in der Goldbäckerei Grote geschenkt.

Fortgesetzt wurde der Reigen an Ehrungen mit dem SuS Langscheid/Enkhausen. Das Team von der Sorpe war in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison nicht nur die mit Abstand fairste Mannschaft in der „Bundesliga des Sauerlandes“, darüber hinaus das zweitfairste Team im gesamten Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. René Beringhoff, Betreuer der ersten Mannschaft des SuS Langscheid/Enkhausen und seit fast 20 Jahren Vorstandsmitglied, nahm aus den Händen von Dirk Potthöfer nicht nur die Urkunde für Platz zwei im „Oddset Fair-Play-Pokal“ entgegen, sondern erhielt auch noch eine Prämie in Höhe von 1 500 Euro für die Vereinskasse.

In seinem Rückblick auf die Saison 2017/18 sprach Staffelleiter Dirk Potthöfer von zwei unterschiedlichen Halbserien. In der Hinrunde hielten Potthöfer vor allem rechtliche Dinge auf Trab, in der Rückserie waren es die aufgrund des strengen Winters vielen Spielausfälle (insgesamt 23). In einem waren sich Potthöfer und die anwesenden Vereinsvertreter in der Nachbetrachtung einig: der SV Brilon ist ein würdiger Bezirksliga-Meister und Landesliga-Aufsteiger. Im Gedächtnis geblieben sind dem Staffelleiter aber noch zwei andere Dinge: Zum einen das „Sieben-Sekunden-Spiel“ zwischen dem SSV Meschede und TuS Warstein (die Partie musste wegen eines Gewitters abgebrochen und neu angesetzt werden), zum anderen der Rückzug des FC Blau-Weiß Gierskämpen bereits nach dem zehnten Spieltag. Potthöfer: „Damit haben die Gierskämpener für ein Novum in der 60-jährigen Geschichte der Bundesliga des Sauerlandes gesorgt – leider im negativen Sinne.“ Potthöfers dringlichster Wunsch für die kommende Spielzeit: „Die Saison mit den 16 Mannschaften zu Ende zu bringen!“

21 Fälle vor Bezirkssportgericht

Friedhelm Nagel vom Bezirkssportgericht IV Süd – zuständig für die Bezirksliga-Staffeln 4, 5 und 6 – gab in seinem Jahresbericht bekannt, dass es im abgelaufenen Spieljahr zu insgesamt 21 Verfahren (wurden alle in schriftlicher Form abgewickelt) gekommen sei. Mit Erschrecken stellte Nagel fest, dass die Gewalt auf den Sportplätzen weiterhin zunehme. Nagel: „Eine dramatische Entwicklung.“ Der Olsberger wies die Vereinsvertreter abschließend daraufhin, „doch bitte sorgfältig die Durchführungsbestimmungen zu lesen“. Nagel: „Auch hier ist es in der Vergangenheit leider des Öfteren zu Missverständnissen gekommen.“

Info SG Serkenrorde/Fretter gewinnt „Bratwurstliga“
In der berühmten „Bratwurstliga“ sicherte sich die SG Serkenrode/Fretter Platz eins vor dem TuS Sundern.
Fazit von Staffelleiter Dirk Potthöfer: „Sowohl in Fretter als auch in Serkenrode erstklassig!“
Auf die meisten Einsätze kommt, und damit „Dauerbrenner der Liga“, ist Orcun Akpinar, der seit August 2015 84 Pflichtspiele in Folge bestritten hat.