Spielberichte

Sturm bleibt diesmal aus – Déjà-vu in Herdringen – 3:0 Sieg!

SV Herdringen 0:3(0:0) SG Serkenrode/Fretter

Zum Wiederholungsspiel in Herdringen wurden im Vorfeld viele Fragen gestellt.

Wird der Abstiegskampf nochmal spannend? Hat die Mannschaft ob der Umstände zum Zustandekommen dieses Wiederholungsspiels ordentlich Wut im Bauch? Und wie wird das Wetter an diesem Gründonnerstag-Abend wohl in Herdringen sein? Nun, um dem Wortspielthema noch die Krone aufzusetzen – einer von Johannes Simmels Bestseller heißt „Die Antwort kennt nur der Wind“ – hier könnte man nach dem Donnerstagabend noch ergänzen: „… und Felix Schmidt-Holthöfer“. Denn durch seinen Doppelpack brachte er seine Farben auf die Siegerstraße. Was sich aber zuvor sowohl bei ihm als auch bei seiner Mannschaft nicht wirklich angedeutet hatte.

(Copyright des Covers liegt natürlich bei J.M Simmel, bzw. dessen Verlag. Haben das nur mal ausgeliehen.)

Das Spiel begann genau wie Wochen zuvor am gleichen Ort. Nach 5 Minuten stand Christian Günther nach einem schön vorgetragenen Angriff über Matthias und Felix Schmidt-Holthöfer alleine vor dem Herdringer Gehäuse. Doch im Gegensatz zu damals zielte er diesmal knapp am Tor vorbei. Wer weiß ob es bei einem frühen Führungstreffer ebenso ein Selbstläufer geworden wäre wie damals. Denn anstatt, dass die Köpfe durch einen Nackenschlag bei Herdringen frühzeitig nach unten gingen trauten sie sich nach zehn passiven Minuten immer mehr zu. Eine „verunglückte“ Flanke der Gastgeber landete nach 18 Minuten am langen Pfosten. Die SG leistete sich zum Teil haarsträubende Fehlpässe im Aufbauspiel. Und durch mangelnde Laufbereitschaft fehlten die Anspielstationen im Mittelfeld.

Durch einen dieser Fehlpässe war in der 35. Minute plötzlich ein Herdringer allein auf und davon, doch er hatte wohl zu viel Zeit zum Überlegen, denn er brachte den Ball nicht an Marcel Grajewski vorbei im Netz unter. Hinzu kamen zahlreiche Eckstöße der Herdringer, die jedoch auch keine Torgefahr ausstrahlten. Auf der Gegenseite war man über Außen dreimal frei durch, verpasste es aber den entscheidenden Pass in die Mitte sauber durchzustecken. So ging es aus SG-Sicht mit einem etwas glücklichen 0:0 in die Pause.

Wer zu Beginn der 2. Hälfte mit dem erhofften bissigen Auftritt der Frettertaler gerechnet hatte wurde zunächst bitter enttäuscht. Nach zwei Standartsituationen konnte jeweils am langen Pfosten ein Herdringer frei zum Kopfball kommen. Einmal rettete der Pfosten, einmal parierte Marcel Grajewski sehenswert (52., 55.). Marcel Grajewski war es auch in der 60. Minute, der einen Freistoß aus 18 Metern aus dem Giebel fischte. Haare raufen auf Seiten der Gastgeber, dass sie diese Möglichkeiten liegen gelassen haben und bei der SG machte es plötzlich Klick und es schien als wüsste man nun, warum man eigentlich an diesem Abend nochmal den Weg nach Herdringen angetreten hatte und dass man den Klassenerhalt endgültig eintüten könnte. Ab der 60. Minute spielte fast nur noch die SG. Bei Herdringen ließen die Kräfte sichtlich nach und bei der SG brachte man durch drei Wechsel nochmal ordentlich PS aufs Feld.

Dass auch die SG Aluminium kann zeigte sie in der 72. Minute als Felix Schmidt-Holthöfer eine Flanke volley an den Pfosten setzte. In der 78. Minute machte er es besser. Pawel Gralla steckte perfekt durch für Peter Bauerdick, der anstatt selbst abzuschließen das Beste für sich und die Mannschaft machte und nochmal quer legte auf Felix Schmidt-Holthöfer. Trotz Bedrängnis setzte er den Ball sehenswert in den langen Winkel 1-0. Großer Jubel im SG-Lager und bei Herdringen gingen die Köpfe Richtung Grasnarbe. Nur drei Minuten später setzte sich Moritz Heimes über links durch und flankte aus vollem Lauf mit dem Außenrist auf den 2. Pfosten wo Felix Schmidt-Holthöfer zum 2:0 einköpfte. Allein die Vorarbeit war das Eintrittsgeld schon wert.

(Copyright des Originalvideos liegt naürlich beim dem Sender, der es ausgestrahlt hat.)

In der 90. Minute sorgte Moritz Heimes nach Pass von M. Schmidt-Holthöfer für die Entscheidung, als er erneut über links nicht zu halten war und überlegt ins lange Eck einschob. Felix Schmidt-Holthöfer ließ in der Nachspielzeit dann noch eine große Möglichkeit zum 4:0 liegen.

In einem – ob der Brisanz – überraschend fairen Spiel mit einem souverän auftretenden  Schiedsrichter siegte die SG am Ende zwar klar aber auch glücklich. Kompliment an den SV Herdringen, die sich nach dem Spiel als faire Verlierer zeigten und sogar eine Kiste Bier spendierten. Nochmal BESTEN DANK dafür und viel Erfolg für die letzten Spiele der Saison.

Tore:

0:1 Felix Schmidt-Holthöfer (78.), 0:2 Felix Schmidt-Holthöfer (81.), 0:3 Moritz Heimes (90.)

Kader:

Marcel Grajewski, Dennis Engelmann, Michael Hennes, Robin Schmidt (68. Kevin Arens), Felix Thielmann (55. Pawel Gralla), Peter Bauerdick, Philipp Schmidt-Holthöfer, Matthias Schmidt-Holthöfer, Felix Schmidt-Holthöfer, Christian Günther, Jan Hüttemeister (77. Moritz Heimes), Marvin Spreemann

SG wird dank starkem Schlussspurt mit einem Heimpunkt belohnt!

SG Serkenrode/Fretter 3:3(1:2) SF Hüingsen

Viele erwarteten vor dem Spiel einen Schlagabtausch beider Mannschaften, da beide scheinbar den Klassenerhalt bereits sicher haben und offensiv so ihre Qualitäten mitbringen. Diese Erwartungen sollten am Ende voll erfüllt werden.

Gerade bei Standards sind die Gäste durch ihre „Schränke“ enorm gefährlich. Das ist und war bekannt, deshalb war die Devise vor dem Spiel in der Mannschaftsbesprechung: Unnötige Freistöße und Eckbälle vermeiden. In der 8. Minute ging der Gast durch einen unnötigen Eckball in Führung.

Barnefske machte sich gegen seine fünf Gegenspieler Platz und wuchtete den Ball aus 3,50 Metern Höhe ins Netz, das anschließend geflickt werden musste.

Doch die SG zeigte sich nicht beeindruckt und hatte durch Jan Hüttemeister zweimal die Möglichkeit um ebenfalls zu treffen (10., 15.). Und auch Philipp Schmidt-Holthöfer hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Hüingsen war bei Kontern stets gefährlich und so fiel dann auch das zu diesem zeitpunkt überraschende 0:2. Nach einem SG-Eckball zeigte sich die Frettertaler Absicherung mehr als mangelhaft und im Eiltempo war Hüingsen im SG-16er und bei einem unglücklichen Klärungsversuch schoss Pawel Gralla Marcel Grajewski an und der Ball trudelte ins Tor (38.). Doch auch von diesem zweiten Nackenschlag erholte sich unsere Mannschaft und nach Vorarbeit von Pawel Gralla nickte Christian „Air“ Günther zum wichtigen 2:1 Anschlusstreffer vor der Pause ein (40.).

Doch der alte 2-Tore-Abstand sollte nach der Pause schnell wieder an Aktualität gewinnen. Nach einem „Traumpass“ von Matthias Schmidt-Holthöfer in des Gegners Füße traf der Stürmer ins kurze Eck zum 1:3 (52.).

Aber an Aufgabe dachte die SG bei weitem nicht, denn man merkte dass gegen die Gästeabwehr was zu machen ist. Durch die Einwechslung von Moritz Heimes wurde die SG offensiv noch zielstrebiger. Das so dringend benötigte Lebenszeichen setzte jedoch ein anderer. Kapitän Michael Hennes tankte sich von der Mittellinie mit Ball am Fuß durch und setzte den Ball aus gut 20 Metern platziert ins obere linke Eck – 2:3 (75.) und noch 15 Minuten auf der Uhr. Pech hatte Moritz Heimes in Folge meinem Lattenkracher aus 16 Metern (79.). In der 81. Minute fiel dann der umjubelte Ausgleich. Jan Hüttemeister setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und passte im 16er quer zu Dennis Engelmann, der den Ball durch gefühlte 10 Mann hindurch zum 3:3 ins Netz beförderte. Ein starker Schlussspurt mit einem am Ende gerechten Ergebnis.

Tore:

0:1 S. Barnefske (8.), 0:2 ET Marcel Grajewski (38.), 1:2 Christian Günther (40.), 1:3 Eckert (52.), 2:3 Michael Hennes (75.), 3:3 Dennis Engelmann (81.)

Kader:

Marcel Grajewski, Michael Hennes, Robin Schmidt, Dennis Engelmann, Peter Bauerdick, Philipp Schmidt-Holthöfer, Christian Günther, Pawel Gralla (73. Moritz Heimes), Jan Hüttemeister, Felix Schmidt-Holthöfer, Matthias Schmidt-Holthöfer,

Zweite hält lange gegen Meisterschaftsanwärter mit!

SG Serkenrode/Fretter II 0:3(0:1) Vatanspor Meggen

Nicht schlecht gespielt, am Ende aber doch recht deutlich verloren.

Bis zur 78. Minute konnte unsere Reserve an einem Punkt gegen Meggen schnuppern. Bis dato hatte es nur 0:1 gestanden (37.). Am Ende macht der Gast dann aber alles klar (78., 85.).