SG Serkenrode/Fretter „Fair Play Sieger“ des Monats in Westfalen

Text & Fotos: Friedhelm Tomba

Kreis Olpe. Wenn Joachim Schlüters Dienstreise zum Trainingsbetrieb der SG Serkenrode/Fretter führt, muss das einen besonderen Grund haben.

Der Kreisvorsitzende aus Rüblinghausen tauchte am Donnerstag auf dem Sportplatz in Serkenrode auf. „Ich bin sehr stolz und glücklich, dass der Kreis Olpe den Fair Play Sieger des Monats stellen kann.“

Simon Keine (26), der zu Saisonbeginn vom FSV Helden zu uns ins Frettertal wechselte, reiht sich in die im gesamten Spielbetrieb des Fußballverbands Westfalen seit 2010 durchgeführten Ehrungen ein. Der gab sich, wie sollte es anders ein, sportlich fair. „Ich glaube, das viele Fußballer so reagiert hätten.“

Wirklich? Rückblick: Am 11. August kam es in der Begegnung zwischen SV Oberschlehdorn/Grafschaft gegen SG Serkenrode/Fretter zu einem Zweikampf zwischen Patric Hundertpfund und Simon Keine. Als der zu Boden ging, zeigte der Schiedsrichter seinen Kontrahenten sofort wegen „Schlagens“ die Rote Karte. „Er hat mich im Zweikampf beharkt und ist dann auf mich gefallen. Mehr nicht, aber für den Schiri sah das anders aus.“ Nach dem Platzverweis eilte der Kicker sofort zu Simon Keine und bat ihn mit den Worten „Sei ehrlich“ die Sachlage richtig zu stellen. Und genau das tat der „Fair Play Mann“ auch.

Die Rote Karte wurde vom Unparteiischen zurückgenommen. „Genau deshalb wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen. Wir brauchen Lichtgestalten, die wie Leuchttürme durch solche Aktionen den Fußball in ein faires Licht rücken.“ Joachim Schlüter hatte neben der Auszeichnung auch einen Einkaufsgutschein mit dabei. Übrigens: Auch im Fußball scheint der Apfel nicht weit vom Stamm zu fallen: Mit Ulrich Keine hat Simon einen bekannten Sportsmann als Vater, der nicht nur als stellvertretender Vorsitzender im Kreis Olpe viele „faire Spuren“ hinterlässt.

Joachim Schlüter und Simon Keine
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v.li. Herbert Schmidt-Holthöfer, Joachim Schlüter, Simon Keine, Christan Günther, Matthias Kremer
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Simon Keine, Joachim Schlüter und die SG